Eine Annäherung

Eine Annäherung von Birgit Acar (Kunstwissenschaftlerin) Welche Macht wächst den zeichenhaft verkürzten Abbildern von Realität zu, den Klischeebildern und Icons der Informations- und Konsumgesellschaft? Welche Erscheinungsweisen der mehr und mehr nur medial vermittelten Wirklichkeit konditionieren unsere Wahrnehmung? Dies sind die Felder der Reflexion -einer ikonographischen wie auch phänomenologischen Fragestellung- auf denen sich die Arbeit Florian […]
Erinnertes und Fiktives

Erinnertes und Fiktives von Dr. Jürgen Schilling (Kunsthistoriker, Berlin) Auf den Gemälden Florian Pelkas verschmelzen unmittelbar deutbare, figurative Elemente mit diffusen abstrakten Partien, die den Raum und eine lediglich angedeutete Perspektive verschleiern, die Modulation des Lichts regulieren, Zusammenhänge konstruieren oder auch vermeintlich miteinander kommunizierende inhaltliche Bezüge kappen. Aus ihnen entwickeln sich gestaffelte, wandernde, strudelnde und […]
Sinn-Inseln im Meer abstrakter Farbigkeit

Sinn-Inseln im Meer abstrakter Farbigkeit von Dr. Almut Hüfler (Kunst- und Literaturwissenschaftlerin, Berlin) In den großformatigen Öl-Gemälden von Florian Pelka erscheint geradezu übernatürlich leuchtend, wie durch ein Prisma gebrochen, das ganze Spektrum der Farben, als ob es gelte, das Licht selbst zu malen. Nur geht es dem Künstler heute weniger um die Darstellung von überirdischen […]
Tierschichten: Der Bock, Daisy und Black Beauty

Tierschichten: Der Bock, Daisy und Black Beauty von Dr. Rainer Beßling (Kunstkritiker, Kulturredakteur, Bremen) In Florian Pelkas Bild “Der Bock lässt in Dürers Haus die Puppen tanzen“(2012) führt ein gehörntes Monstrum Regie. Es scheint in eine Art Bretterbude oder Fachwerkschuppen eingebrochen zu sein, dessen Latten wenig Halt und Schutz versprechen. An Marionettenfäden führt er drei […]
Eine Überdosis malerische Sehnsuchtssubstanz

Eine Überdosis malerische Sehnsuchtssubstanz von Christoph Tannert (Kurator, Leitung Künstlerhaus Bethanien, Berlin) Was zuerst auffällt an Florian Pelkas neuen Bildern, ist das überbordende Verlangen nach satter Malstofflichkeit, ein auch den Betrachter ansteckendes ziehendes Gefühl von etwas, von dem man nicht weiß, was es ist, was aber immer wieder gestillt werden will. Außerdem eine merkwürdige neonfarbene, […]
Schlachtung der Paradiese

Schlachtung der Paradiese von Christoph Tannert (Kurator, Direktor Künstlerhaus Bethanien, Berlin) Die wirkmächtige Kraft innerer Bilder, ob nun in malerischer oder skulpturaler Form, ist ein Faszinosum. Sie entwickelt sich freilich nur, wenn es zu einem experimentellen Spiel mit der Vorstellungskraft innerhalb einer dialogischen Konstellation mit eigener Dynamik kommt. In den Bildern Florian Pelkas schwebt eine […]
Love Lights und anderes Allzumenschliches

Love Lights und anderes Allzumenschliches von Dr. Rainer Beßling (Kunstkritiker, Kulturredakteur, Bremen) “Love Lights” – Wie mag man das übersetzen? “Liebeslichter”, “Liebesleuchten”? Oder gar “Liebesglühen”? Die Farben in Florian Pelkas so betiteltem Bild (2011) sind fürwahr warm bis glutvoll. Ein offensiv heikles Kolorit in einer inhaltlich wie formal gewagten Komposition. An höherer Stelle und erhaben […]
Parzival – die tolldreiste Bildergeschichte

Parzival – die tolldreiste Bildergeschichte von Ralf Pahlke (Kulturwissenschaftler, Berlin) Hinreißend zerworfene Bilder aus einer Melasse von Asphaltlack, Aquarellfarbe, Ausziehtusche, wie auch Sprühlack, Druckertinte und einigem mehr lassen den Heroen Parzival auferstehen. Er entsteigt immer wieder dem dunklen Prospekt, entringt sich mit scharfen Konturen der Mixtur der delikaten, kontrastreichen Materialien und wirkt in dem weißen, […]
New German Painting

New German Painting Hrsg. Christoph Tannert, Prestel München 2007, ISBN: 3-7913-3666-5 (…) Lassen wir den vergleichenden Blick an dieser Stelle zu den Bildern von Florian Pelka (Berlin) schweifen, der, vom schönen Schein der Moden gelangweilt, seine Bildtemperatur ebenso heruntergeschraubt hat (Abb. 38). Obwohl Florian Pelkas Bilder voll sind mit auffälligen Verweiszeichen, präsentieren sie sich als […]
In der Weltmaschine

In der Weltmaschine von Ernst A. Busche, Kunstkritiker und Galerist, Berlin Florian Pelkas Dramen sind zugleich verstörend und kraftvoll, bedrohlich und vital. Seine Welt ist keine freundliche, sie steckt voller Unsicherheiten und Gefahren, durchzogen von Resignation und Endzeitstimmung. In surrealen Räumen bewegen sich rätselhafte menschliche Gestalten, Tiere und seltsame Zwitterwesen. Dabei scheint das Unheil nicht […]